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Klug.Mutig.Unbeirrt.

Der neue Clip der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) zeigt auf humorvolle Weise, wie Frauen um das Wahlrecht kämpften, wie Männer versuchten, Frauenvereine und Zeitungen der Frauen zu verbieten, Forderungen nach dem Frauenwahlrecht zu ersticken und Kandidatinnen durch schlechte Listenplätze nicht zum Zug kommen zu lassen.
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In den vergangenen 100 Jahren wurde bei der Gleichstellung Wichtiges erreicht, doch ist das Erreichte noch längst nicht genug. Seit 1919 sind Frauen in keinem Parlament Deutschlands gleichberechtigt vertreten. Im Deutschen Bundestag ist der Frauenanteil bei der letzten Bundestagswahl wieder um sechs Prozent gesunken, auf lediglich 30,9 Prozent und ist damit zurückgefallen auf den Stand von vor 20 Jahren. Nur jedes 10. Rathaus in Deutschland wird von einer Frau geführt. Um eine gleichberechtigte Vertretung von Frauen auf allen Entscheidungsebenen zu erreichen, braucht es bessere Rahmenbedingungen und eine andere politische Kultur, vor allen Dingen aber den politischen Willen zur Veränderung. Da hilft nur eins: Parité!

Lust auf mehr? Hier noch ein weiteres Video der BAG zum Download: Agentinnen des Wandels

Video-Botschaft für den Deutschen Frauenrat

Der DÄB beim Festakt am 12. November 2018 zu 100 Jahre Frauenwahlrecht im Deutschen Historischen Museum

Statements des Deutschen Ärztinnenbundes

Dr. med. Christiane Groß, M.A., Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V. (DÄB): „Die Zukunft der Medizin ist weiblich, aber längst noch nicht gleichberechtigt in dem Sinne wie die Mütter des Grundgesetzes es erstritten haben. Auch in der Ärzteschaft gibt es ungleiche Bezahlung und viele Ärztinnen arbeiten unter Arbeitsbedingungen, die fernab von jeder Familienfreundlichkeit sind. In Kliniken fehlt es an Betriebskindergärten. Bei den ärztlichen Selbstverwaltungsgremien dominieren weiter die Männer- weil die Spitzenposten auf lange Zeit männlich besetzt sind, aber auch weil Frauen zögerlicher sind. Bei den Führungskräften im gesamten Gesundheitswesen sind zu wenig Ärztinnen vertreten, bei den Chefarztpositionen machen Chefärztinnen gerade mal zehn Prozent aus. Dem Deutschen Ärztinnenbund ist es in den über 90 Jahren seines Bestehens gelungen, auf Rechte und Diskriminierung von Frauen in der Medizin aufmerksam zu machen, auch Veränderungen anzustoßen, aber dennoch bleibt noch viel zu tun."

Ereignis
Prof. Dr. med. Gabriele Kaczmarczyk, Vizepräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V.: „90 Prozent Männer an der Medizin-Spitze und das seit Jahrzehnten: das geht nicht mehr! Als das Frauenwahlrecht erkämpft worden war, konnten Frauen dank ihres Kampfes schon seit ein paar Jahren Medizin an deutschen Universitäten studieren und brauchten dafür ihr Heimatland nicht zu verlassen. Heute ist das bei über 60% Medizin-Studentinnen kein Thema mehr. Aber wo sind 2018 die Frauen in medizinischen Führungspositionen? In Universitäten, Krankenhäusern, Selbstverwaltungsgremien, Ärztekammern und Vorständen von Krankenkassen fehlen sie. Dort wird jedoch entschieden, wie und worüber gelehrt, geforscht, wie behandelt und wo gespart werden sollte! Dieses Dilemma ist der Öffentlichkeit kaum bewusst. Es heißt also: weiter kämpfen für eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung durch eine Parität der Führungspositionen im Gesundheitswesen."