5. Wissenschaftspreis des Deutschen Ärztinnenbundes e.V. (DÄB) für Nachwuchsforscherinnen ausgeschrieben

Der Deutsche Ärztinnenbund e.V. (DÄB) verleiht als einziger Verband zusammen mit der Dr. Edith Grünheit – Stiftung einen mit 4.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis, bei dem Geschlechterdifferenz in Diagnostik, Therapie, Prävention und biomedizinischer Forschung im Mittelpunkt stehen. Es werden ausschließlich Arbeiten prämiert, die sich zentral mit dieser Thematik befassen.

2005 wurde eine Arbeit zur Hirnforschung ausgezeichnet, in der erstmals nachgewiesen wurde, dass der Gehirnmetabolismus im präfrontalen Cortex, der wahrscheinlich durch Sexualhormone beeinflusst wird, eine wichtige Rolle für die verbale Intelligenz bei Frauen spielt. Ähnliche Befunde wurden bei Männern nie festgestellt. Die 2007 preisgekrönte Arbeit befasste sich mit der geschlechtersensitiven Pharmakokinetik von Zytostatika. Dabei ging es um die Erforschung der Geschlechtsspezifik von Morbus Hodgkin, einer seltenen Krebsart, die das Lymphsystem befällt.

Prof. Dr. Marianne Schrader, Vizepräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes erläutert:
„Der Preis wird seit 2001 in zweijährigem Turnus an junge Ärztinnen und Zahnärztinnen aus Klinik und Wissenschaft verliehen, die in ihrer Arbeit den Genderaspekt in Design und Auswertung berücksichtigen. Wir freuen uns, den Preis anlässlich des 31. Wissenschaftlichen Kongresses im Herbst in Leipzig zum fünften Mal vergeben zu können“.

Die Jury setzt sich aus vier klinisch und wissenschaftlich tätigen Professorinnen zusammen. Die Preisverleihung wird während der Auftaktveranstaltung des 31. Wissenschaftlichen Kongresses vorgenommen. Bewerbungen sind mit Lebenslauf und Publikationsliste in elektronischer Form an gsdaeb@aerztinnenbund.de zu senden. Abgabetermin ist der 15. Mai 2009.

Die Arbeit bitten wir in dreifacher Ausfertigung und jeweils mit einer Zusammenfassung in deutscher Sprache an Prof. Dr. Marianne Schrader, UKSG - Campus Lübeck, Klinik für Plastische Chirurgie, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck zu senden.
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