Berliner Erklärung und DÄB: Rückschritte verhindern – Gleichstellung in der Corona-Krise weiter voranbringen!

Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie fordern die 17 Frauenverbände der Berliner Erklärung die Bundesregierung auf, engagierter für konkrete Verbesserungen bei der Gleichberechtigung einzutreten. Die Corona-Krise legt nach Ansicht der Verbände nicht nur die bestehenden Defizite in der Gleichstellungspolitik offen, sie ist auch besorgniserregend für die gleichstellungspolitische Entwicklung in Deutschland. Denn die Krise wird für viele Verzögerungen als Erklärung genutzt, um Maßnahmen nicht mehr in dieser Legislaturperiode abzuschließen.

Der Deutsche Ärztinnenbund e. V. (DÄB) gehört zu den Initiatorinnen der Berliner Erklärung. Er hat bereits mehrfach auf Probleme bei der Gleichstellung im Gesundheitswesen hingewiesen, die sich während der Corona-Pandemie verschärfen. Unter anderem fordert der DÄB, die Genderforschung in medizinischen und sozialen Fragen zu intensivieren sowie die Arbeitsbedingungen und Karrierechancen von Frauen in Gesundheitsberufen zu verbessern. „Im deutschen Gesundheitswesen arbeiten zu 75 Prozent Frauen“, erklärt Dr. Christiane Groß, Präsidentin des DÄB. „Es ist zu befürchten, dass die Corona-Krise für die Frauen nicht nur eine vorübergehende Zusatzbelastung mit Familienaufgaben bedeutet. Corona könnte grundsätzliche Rückschritte bei der Gleichstellung mit sich bringen, wenn die Entscheidungsträger nicht umgehend gegensteuern.“

Die ausführliche Pressemitteilung der Berliner Erklärung samt Forderungen finden Sie in der beigefügten pdf.
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