Siebter Wissenschaftspreis des Deutschen Ärztinnenbundes e.V. für Nachwuchsforscherinnen an Dr. med. Katrin Bachelier-Walenta verliehen

Dr. med. Katrin Bachelier-Walenta
Foto: Anna Weise
Dr. med. Katrin Bachelier-Walenta
Foto: Anna Weise
Anlässlich des 33. Wissenschaftlichen Kongresses des DÄB Anfang Oktober 2013 in Berlin wurde der mit 4.000 Euro dotierte renommierte Wissenschaftspreis des Deutschen Ärztinnenbundes an die Oberärztin und Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie an den Universitätskliniken des Saarlandes in Homburg/Saar an Dr. med. Katrin Bachelier-Walenta, verliehen. In ihrer Laudatio betonte Prof. Dr. med. Marianne Schrader, dass es Ärztinnen es immer noch schwerer haben als Ärzte, sich in der Wissenschaft zu behaupten, dies zeige sich an den nach wie vor geringen Zahlen von Professorinnen in der Medizin. „Für junge Ärztinnen sind daher Auszeichnungen wie die des DÄB und eigene Netzwerke besonders wichtig, weil sie für den Erfolg als Wissenschaftlerin entscheidend sein können“.

Dr. med. Bachelier-Walerta beschäftigt sich In ihrer Arbeit mit dem Titel „Pathognomonische Mikropartikelprofile bei Kardiomyopathien“ mit Erkrankungen des Herzmuskels, die nicht selten tödlich verlaufen. Spezifische Therapien sind für die Mehrzahl dieser Erkrankungen nicht vorhanden. Die gängigen Behandlungsformen können zwar in vielen Fällen die Beschwerden mildern und ein Voranschreiten der Erkrankung verzögern, die ernste Vorhersage des wahrscheinlichen Krankheitsverlaufs bleibt davon letztlich unberührt. Eine wirksame Therapie setzt eine Differenzierung der Erkrankungen voraus. Die häufigste Ursache ist eine entzündliche Erkrankung des Herzmuskels (Myokarditis). Die Diagnostik ist sehr umfangreich und trotz modernster Technik bisher nicht sicherzustellen. In der ausgezeichneten Arbeit wurde das Auftreten von Zellmembranbestandteilen, so genannter Mikropartikel erforscht. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass diese Mikropartikel bei Frauen mit signifikant erhöht sind und dass es darüber hinaus ein unterschiedliches Verteilungsmuster bei Frauen und Männern gibt. Da eine frühe Diagnose ohnehin sehr schwierig ist, wäre ein diesbezüglicher Marker unabdingbar, um frühzeitig eine potenziell lebensrettende Therapie einzuleiten. Die Ergebnisse der Arbeit können als Grundstein für die Klärung der Frage gelten, ob diese geschlechtsspezifisch unterschiedlich aufgefundenen Mikropartikel als Marker für die Diagnose herangezogen werden können, um daraus eine geschlechtsspezifische Behandlung der Myokarditis abzuleiten.

Dr. med. Katrin Bachelier-Walenta arbeitet als Oberärztin und Fachärztin für Innere Medizin & Kardiologie an der Klinik für Innere Medizin III Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin der Unikliniken des Saarlandes in Homburg/ Saar. E-Mail: kbachelier@hotmail.comb.

Der mit 500 Euro dotierte Posterpreis des Deutschen Ärztinnenbundes ging für ein Poster mit dem Titel „Traumberuf Ärztin – eine Illusion? Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität: ein möglicher Grund des Ärztemangels?“ an Désirée Burghaus und die Gruppe um Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Bettina Pfleiderer, Universitätsklinikum Münster, Institut für Klinische Radiologie.